Vanillekipferl nach Omas Rezept – buttrig, zart & himmlisch vanillig

Inhalt

Stell Dir vor: Der Duft von Vanille und frisch gebackenen Plätzchen erfüllt die Küche. Du schleichst Dich als Kind um den Küchentisch, die Finger schon nach einem rohen Teigstückchen ausgestreckt. Ein schneller Blick zu Oma – sie lächelt verschmitzt und tut so, als hätte sie nichts bemerkt. Zack – schon landet ein Krümel Teig in Deinem Mund. Mmmmhh, ist das lecker! Dieser kleine, verbotene Vorgeschmack auf die Vanillekipferl fühlt sich an wie pure Magie.

So ging es zumindest mir früher. Jeden Advent habe ich mit meiner Oma Vanillekipferl und manchmal auch Zimtsterne gebacken – das war unser ganz persönliches Ritual. Wir zwei und ein Berg aus Mehl, gemahlenen Mandeln und Butter. Am Ende war die Küche zwar im Chaos versunken, aber wir hatten herzförmig leuchtende Augen und glückliche Bäuchlein. Die ersten Kipferl haben wir oft schon probiert, wenn sie noch viel zu warm waren. Kein Wunder, dass mich der Duft von Vanillekipferln bis heute direkt in diese unbeschwerten Kindheitstage zurückkatapultiert.

Heute hat sich der Spieß ein bisschen umgedreht. Jetzt bin ich diejenige, die für meine Oma backt – und zwar nach ihrem klassischen Rezept. Jedes Jahr packe ich ihr eine große Dose voller buttrig-zarter Vanillekipferl. Ihre Augen leuchten dabei mindestens so sehr wie meine damals. Es ist erstaunlich, wie ein einfaches Plätzchen so viel Liebe, Erinnerung und Freude transportieren kann.

Vielleicht hast Du ja auch solche Erinnerungen – oder möchtest sie gerade für Deine Kinder schaffen? Eines kann ich Dir versprechen: Vanillekipferl sind der Plätzchen-Klassiker schlechthin und gehören in der Weihnachtszeit in jede Keksdose. Das Rezept ist simpel, braucht nur ein paar Zutaten und ein wenig Geduld. Und das Ergebnis? Himmlisch duftende Weihnachtsplätzchen, die auf der Zunge zergehen und direkt das Herz wärmen.

Also schnapp Dir Deine Schürze, heiz den Ofen vor und lass uns gemeinsam ein bisschen Kindheitszauber in Deine Küche bringen!

Warum Du dieses Vanillekipferl-Rezept lieben wirst

Bevor wir gleich zum Rezept springen, verrate ich Dir noch schnell meine Top-5 Gründe, warum Du diese Vanillekipferl genauso lieben wirst wie ich. Kleiner Spoiler: Bei uns sind sie jedes Jahr aufs Neue als erstes aus der Plätzchendose verschwunden!

  • Traditionell & authentisch: Schmeckt genau wie bei Oma damals – voller Kindheitszauber und ohne moderne „Experimente“.
  • Einfach & gelingsicher: Braucht nur wenige Zutaten und ist kinderleicht nachzubacken, selbst wenn die Zeit knapp ist.
  • Mürbe & buttrig: Zarte Konsistenz, die auf der Zunge zergeht. Ein Bissen und Du bist im Plätzchen-Himmel (Soulfood-Alarm!).
  • Duftende Weihnachtsstimmung: Der herrliche Vanilleduft erfüllt Dein Zuhause und versetzt alle sofort in feierliche Weihnachtslaune.
  • Perfekt zum Verschenken: Oder um sie alle selbst zu naschen (keine Angst, ich petze nicht 😉).
Vanillekipferl nach Omas Rezept – buttrig, zart & himmlisch vanillig

Vanillekipferl – Das Rezept

Zutaten

Zubereitung – Schritt für Schritt zum Kipferl-Glück

  1. Teig vorbereiten: Gib das Mehl, den Zucker, die gemahlenen Mandeln und das Salz in eine große Schüssel. Rühre auch das ausgekratzte Mark der Vanilleschote unter. Füge dann die kalte Butter in kleinen Stückchen hinzu. Knete alles zügig mit den Händen zu einem Teig. (Alternativ kannst Du einen Handmixer* oder eine Küchenmaschine mit Knethaken* verwenden – aber nur so lange, bis sich alles gerade so verbindet.) Keine Sorge, am Anfang bröselt der Teig stark, doch nach ein paar Minuten entsteht ein glatter Mürbeteig. Wenn er partout nicht „zusammenkommen“ will, gib 1–2 TL kaltes Wasser oder Milch dazu.
  2. Teig kühlen: Forme aus dem Teig eine Kugel und wickele ihn in Frischhaltefolie. Ab damit in den Kühlschrank – für mindestens 30 Minuten. Die Kälte sorgt dafür, dass die Vanillekipferl später nicht zerbrechen und schön in Form bleiben.
  3. Kipferl formen: Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (oder 160 °C Umluft) vor. Nimm den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank. Schneide von den Teigrollen ca. 1 cm dicke Scheiben ab. Rolle jedes Teigstück zwischen den Handflächen zu einem etwa 5–7 cm langen Strang, der an den Enden etwas dünner wird. Biege diesen Strang sanft zu einem Hörnchen – voilà, Dein Kipferl ist geformt! Lege alle Kipferl mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier oder einer Backmatte* belegtes Backblech. Wichtig: Verwende beim Formen nur sparsam Mehl auf der Arbeitsfläche, damit die Plätzchen nicht trocken und bröselig werden.
  4. Backen: Backe die Vanillekipferl auf der mittleren Schiene etwa 10–12 Minuten, bis die Enden leicht goldgelb sind. Die Mitte darf noch hell bleiben. Jeder Ofen ist etwas anders, also behalte die Plätzchen gegen Ende im Auge, damit sie nicht zu dunkel werden. Nimm das Blech aus dem Ofen und lass die Kipferl kurz abkühlen.
  5. In Zucker wälzen: Mische den Puderzucker und Vanillezucker auf einem tiefen Teller oder in einer Schüssel. Wende die noch warmen Kipferl nacheinander vorsichtig in dieser Zuckermischung, bis sie rundum bedeckt sind. (Falls ein Kipferl dabei zerbricht, nicht ärgern – das darfst Du direkt vernaschen! 😇) Lege die gezuckerten Vanillekipferl zum Auskühlen am besten auf ein Kuchengitter. Danach nur noch genießen und aufpassen, dass nicht alle Kipferl schon vor Weihnachten verputzt sind!
Vanillekipferl nach Omas Rezept – buttrig, zart & himmlisch vanillig
Vanillekipferl nach Omas Rezept – buttrig, zart & himmlisch vanillig

Tipps & Tricks für die besten Vanillekipferl

Auch Klassiker wie Vanillekipferl gelingen mit ein paar Extra-Kniffen noch ein kleines bisschen besser. Damit Deine Kipferl absolut perfekt werden (und Oma stolz wäre!), habe ich hier meine besten Tipps & Tricks für Dich zusammengestellt:

  • Butter, Hände und Teig kalt halten: Wärme ist der Feind von mürben Vanillekipferln. Halte daher alle Zutaten möglichst kühl und arbeite zügig. Kalte Butter lässt sich zwar schwerer verarbeiten, sorgt aber für die zart-mürbe Konsistenz. Kleiner Trick: Spül Deine Hände mit eiskaltem Wasser ab, bevor Du knetest – so bleibt der Teig schön kühl.
  • Nicht zu lange kneten: Mürbeteig mag es kurz und schmerzlos. Knete also nur so lange, bis sich alle Zutaten verbunden haben. Wenn Du zu lange knetest, entwickelt das Mehl Gluten und die Kipferl könnten zäher werden als gewünscht. Also: Sobald der Teig zusammenhält, hör lieber auf (auch wenn Perfektionistinnen dazu neigen, weiterzukneten 😉).
  • Teig ruhen lassen: Überspringe niemals das Kühlen! Die Ruhezeit im Kühlschrank ist entscheidend, damit der Teig beim Backen nicht verläuft und die Kipferl später nicht zerbröseln. Plane also genügend Kühlzeit ein. Du kannst den Teig auch prima am Vorabend vorbereiten und über Nacht ruhen lassen – das nimmt den Stress aus dem Backtag.
  • Gleichmäßige Größe formen: Achte darauf, die Kipferl möglichst gleich groß und dick zu formen. Nur so backen sie gleichmäßig durch. Wenn manche sehr klein und andere sehr groß sind, verbrennen Dir die Winzlinge, bevor die dicken Kipferl gar sind. Im Zweifel wiege ein Probe-Kipferl ab, um ein Gefühl für die richtige Größe zu bekommen.
  • Warm wälzen, nicht heiß: Wälze die Kipferl im Vanillezucker, solange sie noch warm sind. Direkt aus dem Ofen sind sie extrem zerbrechlich – lass sie daher ein, zwei Minuten abkühlen. „Warm genug“ heißt: Du kannst sie anfassen, ohne Dich zu verbrennen. In diesem Zustand haftet der Puderzucker am allerbesten.
  • Mandeln oder Haselnüsse: Das Originalrezept verwendet Mandeln, aber Du kannst einen Teil davon durch gemahlene Haselnüsse ersetzen, wenn Du den Geschmack variieren möchtest. Haselnüsse verleihen den Kipferln ein herberes, nussiges Aroma. (Meine Oma bleibt zwar bei Mandeln, aber probiere ruhig aus, was Dir am besten schmeckt!)

Häufige Fragen zu Vanillekipferl

Warum zerfallen oder zerbrechen meine Vanillekipferl?

Vanillekipferl sind ein mürbes Buttergebäck – ein wenig Bröseln ist da ganz normal. Wenn sie Dir allerdings reihenweise auseinanderbrechen, können diese Punkte schuld sein: Hast Du den Teig vielleicht nicht kühl genug gehalten? Warm gewordener Teig neigt beim Backen zum Zerbröseln. Oder hast Du beim Formen zu viel Mehl verwendet? Überschüssiges Mehl macht den Teig trockener. Auch zu langes Backen kann die Kipferl hart und brüchig machen. Und ganz wichtig: Wälze die Kipferl nicht, solange sie noch heiß sind – dann brechen sie besonders leicht. Warte lieber 2–3 Minuten, bis Du sie anfasst. Wenn Du all diese Tipps beherzigst (schau auch in meine Tipps & Tricks oben 👆), dürften Deine Kipferl schön ganz bleiben.

Wie lange sind Vanillekipferl haltbar?

In einer gut schließenden Keksdose an einem kühlen Ort bleiben Vanillekipferl etwa 2–3 Wochen lang frisch und lecker. Länger würde ich sie nicht lagern – danach lassen Geschmack und Konsistenz nach. (Ehrlich gesagt: Bei uns zu Hause überleben sie nie annähernd so lange, weil sie vorher aufgefuttert sind! 😉)

Kann ich den Vanillekipferl-Teig vorbereiten?

Absolut. Du kannst den Teig problemlos am Vortag zubereiten und im Kühlschrank ruhen lassen, bis Du Zeit zum Backen hast. Wichtig: Ist der Teig sehr hart gekühlt (z. B. über Nacht), lass ihn vor dem Formen ein paar Minuten bei Zimmertemperatur liegen, damit er wieder etwas weicher wird. Du kannst den Teig auch für längere Zeit einfrieren (siehe nächstes FAQ) und später auftauen. Vorbereitung ist also kein Problem – perfekt für alle mit wenig Zeit!

Kann man Vanillekipferl einfrieren?

Ja, auch die fertig gebackenen Kipferl kannst Du einfrieren. Lass sie vollständig abkühlen und gib sie (ohne Puderzucker) in einen Gefrierbeutel oder eine Gefrierdose. Im Tiefkühlfach halten sie sich mehrere Monate. Wenn die Weihnachtslust kommt, einfach auftauen lassen (bei Zimmertemperatur dauert das etwa 30 Minuten) und dann frisch in Vanillezucker wälzen. Et voilà – wie gerade gebacken!

Welche Nüsse kann ich statt Mandeln verwenden?

Am häufigsten werden gemahlene Mandeln verwendet – sie geben den milden, klassischen Geschmack. Sehr beliebt ist aber auch die Variante mit gemahlenen Haselnüssen (viele schwören z. B. in Österreich darauf). Haselnüsse machen das Aroma etwas kräftiger und „nussiger“. Du kannst auch experimentieren, zum Beispiel halb Mandeln und halb Haselnüsse verwenden. Andere Nüsse wie Walnüsse oder Cashews sind eher unüblich und würden den Geschmack stark verändern. Wenn Du gar keine Nüsse verwenden kannst (Allergie), könntest Du das Rezept anpassen (mehr Mehl und eventuell 1 Eigelb zur Bindung) – aber dann sind es streng genommen nicht mehr klassische Vanillekipferl, sondern eher einfache Butterplätzchen.

Fazit – Plätzchenduft mit Kindheitszauber

Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die uns am glücklichsten machen – wie ein Vanillekipferl, das auf der Zunge zergeht. Für mich steckt in jedem Kipferl ein Stück Kindheit, ein Hauch von Omas Küche und ganz viel Liebe. Ich hoffe, Du konntest dieses kleine Stück Nostalgie beim Lesen spüren und bist jetzt genauso in Plätzchenstimmung wie ich.

Das Schönste an klassischen Vanillekipferln: Sie kommen ohne viel Schnickschnack aus und verzaubern trotzdem jeden, der hineinbeißt. Buttrige Mandelaromen, echter Vanilleduft und diese himmlisch mürbe Konsistenz – mehr braucht es nicht zum Glück. Und das Beste: Du musst weder stundenlang in der Küche stehen noch ausgefallene Zutaten besorgen. Dieses Rezept passt selbst in den vollgepacktesten Mama-Alltag und liefert Dir im Handumdrehen wundervolle, hausgemachte Weihnachtsplätzchen.

Und wenn Du gerade so richtig in Backlaune bist, dann probiere unbedingt auch meine Zimtsterne – der schnelle Plätzchenklassiker für Eilige aus. Sie sind die perfekte Ergänzung zu den Kipferln und genauso ein Stück Weihnachtszauber für Deine Keksdose.

Ob für die eigene Dose, die Plätzchenparty im Kindergarten oder als süßes Geschenk aus der Küche – Vanillekipferl passen einfach immer. Sie bringen Groß und Klein zum Strahlen und füllen das Haus mit diesem unwiderstehlichen Weihnachtsduft. Also, worauf wartest Du? Ab mit Dir in die Küche, schnapp Dir Deine Liebsten und backt gemeinsam eine Runde Vanillekipferl nach Omas Art!

Wenn Du das Rezept ausprobiert hast, lass mich gerne wissen, wie es Dir gelungen ist – ich freue mich immer über Eure Geschichten und Feedback. 😊 Und falls Du Dein Immunsystem in der kalten und nassen Jahreszeit zusätzlich stärken möchtest, hol Dir unbedingt mein 0,-€ Rezeptkarten-Set „3 Immun-Booster Shots für ein starkes Immunsystem“. Damit bist Du bestens gewappnet – und hast gleich noch mehr kleine Alltagshelfer in der Hand.

Viel Freude beim Nachbacken, Naschen und Teilen!

Alles Liebe, Merle

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Schön, dass du da bist! Ich bin Bloggerin und Mama aus dem schönen Thüringer Wald. Neben Kochen und Backen liebe ich das Reisen und meine Katze. Auf meinem Blog teile ich viele liebevolle Rezepte aus meinem Alltag. Schau dich ruhig ein wenig um!

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Mama von zwei Kindern, leidenschaftliche Bloggerin und zuhause im wunderschönen Thüringer Wald. Neben meiner Liebe zum Kochen und Backen verbringe ich am liebsten Zeit mit meiner Familie, entdecke neue Orte auf Reisen – und kuschle mit meiner Katze.

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